Institut für Paartherapie (IFP) e.V.

Das gemeinnützige Institut für Paartherapie (IFP) richtet sich an Paare, Expert:innen und die interessierte Öffentlichkeit.
Unsere Einrichtung wurde in Frankfurt am Main im Jahr 2000 als wissenschaftliches Institut gegründet. Es bildet in psychoanalytischer Paartherapie aus, entwickelt sie weiter und vermittelt sie an Paare. Die Mitglieder sind paartherapeutisch in psychotherapeutischen Praxen oder auch in Beratungsstellen tätig.

Hilfe für Paare

Die Nachfrage nach Paartherapie ist in den letzten Jahren auch durch die Pandemie noch weiter gestiegen, was auch damit zu tun hat, dass sie auch von anderen Fachleuten immer öfter angeraten wird.

Das Institut

Das Institut wurde am 20.11.2000 von Dr. Bernd Böttger, Dr. Klaus Kocher und anderen als gemeinnütziger Verein gegründet und unter der Nummer VR 12019 im Vereinsregister eingetragen. Die Ideen, Ziele und die Organisation sind in der Satzung festgehalten.

Weiterbildung in Psychodynamischer Paartherapie

Seit 2004 bietet das Institut für Paartherapie IFP eine kontinuierliche zertifizierte Weiterbildung in Paartherapie an. Die Weiterbildung befähigt dazu, psychodynamische Konflikt- und Beziehungsstrukturen von Paaren zu erkennen, zu verstehen und verbessernd zu behandlen.

Online Vorlesungsreihe des BvPPF mit Bernd Böttger,
IFP- Frankfurt

 

Am Samstag, den 7. März 2026,
findet im Rahmen der neuen BvPPF-Online-Vorlesungsreihe ein Seminar zu Henry Dicks – seinem Weg vom Kriegspsychiater zum Begründer der objektbeziehungstheoretischen Paartherapie und der Frage, was Spaltung, Projektion und Ambivalenzintoleranz in totalitären Systemen mit kollusiven Paardynamiken verbindet.

Den zweiten Block gestaltet Dr. Sabine Schwachula (IFP Frankfurt) mit einem vorbereiteten Diskussionsrahmen.

Termin:
Samstag, 7. März 2026, 9:00–13:00 Uhr (via Zoom)

Kosten:

20 € (Studierende),
30 € (Kandidat:innen/BvPPF-Mitglieder),
40 € (alle anderen)
Anmeldung: https://bvppf.de/onlinekurse/

Olfers03

Fort- und Weiterbildung

Von der paranoiden Gesellschaft
zum kollusiven Paar

07.03.2026 – BERND BÖTTGER – FRANKFURT

Henry Dicks und die innere Demokratisierung von Beziehung

Bernd Böttger, IFP- Frankfurt, Königstein im Taunus

Dieser Teil des Online-Seminars widmet sich dem Werk des britischen Psychoanalytikers Henry V. Dicks und seiner Verbindung von gesellschaftlicher Zeitdiagnose und klinischer Beziehungstheorie. Ausgangspunkt ist Dicks’ Erfahrung als Kriegspsychiater und seine Analyse autoritärer und paranoider Sozialstrukturen, aus denen er ein psychoanalytisches Verständnis von Beziehung als Ort kollektiver wie individueller Abwehr entwickelte.

Im Zentrum steht die These, dass Paar- und Beziehungsdynamiken als Mikromodelle gesellschaftlicher Organisation gelesen werden können: Angst, Schuld, Abhängigkeit und Macht erscheinen nicht nur intrapsychisch, sondern werden im Zwischenraum der Beziehung organisiert und stabilisiert. Dicks’ Konzept der Kollusion beschreibt dabei keine Pathologie im engeren Sinn, sondern eine unbewusste Form relationaler Ordnung, die Konflikt bindet, Ambivalenz begrenzt und zugleich Entwicklung hemmen kann.

Das Seminar entfaltet Dicks’ klinische Typologie kollusiver Beziehungen, seine Idee der „inneren Demokratisierung“ von Beziehung sowie die Bedeutung von Ambivalenztoleranz, Differenz und Verantwortung. Verbindungen zu späteren intersubjektiven und mentalisierungstheoretischen Ansätzen werden aufgezeigt, ohne den historischen Ort von Dicks’ Denken zu nivellieren.

Abschließend wird diskutiert, inwiefern psychoanalytische Arbeit – im Einzel- wie im Beziehungskontext – als Beitrag zu einer psychischen und gesellschaftlichen Demokratisierung verstanden werden kann: nicht durch Auflösung von Konflikt, sondern durch seine symbolisierbare Austragung im relationalen Raum.

Hilfe für Paare

Die Nachfrage nach Paartherapie ist in den letzten Jahren auch durch die Pandemie noch weiter gestiegen, was auch damit zu tun hat, dass sie auch von anderen Fachleuten immer öfter angeraten wird.
Seit 2003 wurde außerdem die Doppelstunde Psychotherapie mit Partner als Regelleistung in die gesetzliche Krankenversorgung aufgenommen und ist Bestandteil der Psychotherapierichtlinien, §9 und §23b, (1), 2.

Finden einer Paartherapie

Die Suche nach einem Therapieplatz kann direkt über das Verzeichnis der Therapeut:innen erfolgen. Sie können sich jemanden aus der Liste aussuchen und selbst Kontakt aufnehmen. Mit einer Email an office@paarinstitut.de können Sie Ihre Fragen auch schriftlich klären.
Im Zweifel gibt das Sekretariat unter der Nummer 069 – 95 05 90 19 gerne genauere Auskunft darüber, wie Sie bei einer Paartherapie weiter vorgehen können. Ihre Anfrage wird selbstverständlich absolut diskret behandelt.